Zeiterfassung ohne Cloud
Die meisten Zeiterfassungen von heute laufen auf fremden Servern. Es geht auch anders — und für manche Betriebe ist es die bessere Wahl. Diese Seite erklärt den Unterschied, ohne eine der beiden Seiten schönzureden.
Was „on-premise“ bedeutet
Der Ausdruck heißt wörtlich „in den eigenen Räumen“. Die Software läuft auf einem Rechner oder Server, der Ihnen gehört und bei Ihnen steht — im Büro, im Serverschrank oder in einem Rechenzentrum, das Sie gemietet haben. Die Zeitdaten verlassen Ihr Netz nicht.
Das Gegenstück ist die Miet-Cloud, im Fachjargon SaaS: Die Software läuft beim Anbieter, Sie greifen über den Browser zu, und die Daten liegen auf dessen Servern. Dafür zahlen Sie monatlich, solange Sie das Programm nutzen.
Dazwischen gibt es einen dritten Weg, der häufig übersehen wird: ein Browser-Zugang auf dem eigenen Server. Die Bedienung fühlt sich an wie eine Cloud — aufrufen, anmelden, loslegen —, aber der Server gehört Ihnen. Genau das macht der XTCloudserver.
„Cloud“ ist kein technischer Begriff, sondern ein Standort. Entscheidend ist nicht, ob Sie im Browser arbeiten, sondern wem der Rechner gehört, auf dem Ihre Daten liegen.
Die Gegenüberstellung
- Wo die Daten liegen
- Miet-Cloud: beim Anbieter, oft in einem Rechenzentrum, das Sie nicht aussuchen. Eigener Server: bei Ihnen.
- Einrichtung
- Miet-Cloud: Konto anlegen, fertig. Eigener Server: Installation und Datenbank einrichten — bei kleinen Teams eine Stunde, im Netzbetrieb mehr.
- Laufende Kosten
- Miet-Cloud: monatlich, dauerhaft, steigend mit der Zahl der Benutzer. Eigener Server: einmaliger Kauf oder Miete, Softwarepflege freiwillig.
- Updates
- Miet-Cloud: kommen automatisch, auch wenn gerade Hochbetrieb ist. Eigener Server: Sie entscheiden, wann.
- Zugriff von unterwegs
- Miet-Cloud: von überall, ohne Vorbereitung. Eigener Server: über einen eigenen Browserzugang oder ein VPN — machbar, aber einzurichten.
- Wenn der Anbieter aufhört
- Miet-Cloud: Sie haben eine Frist, um zu exportieren und umzuziehen. Eigener Server: Die gekaufte Fassung läuft weiter.
- Bei einer Störung
- Miet-Cloud: Sie warten, bis jemand anderes sie behebt. Eigener Server: Sie können selbst handeln — müssen es aber auch.
- Datenschutz
- Miet-Cloud: Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, Serverstandort prüfen, Unterauftragnehmer im Blick behalten. Eigener Server: keine dritte Partei im Spiel.
Wann die Cloud die bessere Wahl ist
Das steht hier bewusst zuerst, obwohl wir die andere Fassung verkaufen. Wer sich falsch entscheidet, ärgert sich jahrelang.
- Es gibt keine eigene IT und niemanden, der einen Server betreuen will.
- Das Team arbeitet überwiegend unterwegs oder an verteilten Standorten.
- Es soll heute losgehen, ohne Installation und ohne Rückfrage bei jemandem.
- Das Team ist sehr klein und bleibt es — dann sind ein paar Euro im Monat lange günstiger als ein Kauf.
Wann der eigene Server die bessere Wahl ist
- Die Zeitdaten gehören zu den empfindlicheren Daten im Haus — Projektkosten, Stundensätze, Anwesenheit einzelner Mitarbeiter.
- Ein Server ist ohnehin da, und eine Datenbank läuft darauf schon.
- Die Software soll in fünf Jahren noch so arbeiten wie heute, ohne dass jemand von außen daran dreht.
- Die monatlichen Kosten sollen irgendwann enden.
- Betriebsrat, Kunden oder die eigene Branche verlangen, dass die Daten im Haus bleiben.
Was zu welcher Betriebsgröße passt
- Einzelplatz und Freiberufler
- Ein Rechner, keine Datenbank einzurichten — das Setup bringt alles mit. Hier ist der eigene Rechner praktisch immer die einfachere Lösung als ein Mietkonto.
- Kleine Teams bis etwa fünf Personen
- Läuft im Netz über eine gemeinsame Datei. Kein Server nötig, aber ein Rechner, der an ist, wenn andere buchen wollen.
- Mittelstand
- Ab etwa fünf gleichzeitigen Benutzern gehört eine richtige Datenbank auf einen Server — MariaDB ist kostenfrei und in wenigen Minuten eingerichtet. Das ist die Größe, in der sich der eigene Server am deutlichsten rechnet.
- Größere Betriebe
- MS-SQL Server, PostgreSQL oder MariaDB, dazu der Browserzugang für alle, die keinen Windows-Arbeitsplatz haben. Die Zugriffsrechte regeln Sie im eigenen Haus.
Was der Datenschutz dazu sagt
Zeitdaten sind personenbezogene Daten: Sie zeigen, wer wann gearbeitet hat. Damit gilt die DSGVO, und zwar in beiden Fällen.
Der Unterschied liegt in der Zahl der Beteiligten. Bei einer Miet-Cloud verarbeitet ein Dritter die Daten in Ihrem Auftrag. Dafür braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, einen Blick auf den Serverstandort und auf die Unterauftragnehmer des Anbieters — und wenn einer davon außerhalb der EU sitzt, auch eine Grundlage für den Drittlandtransfer.
Liegen die Daten auf Ihrem eigenen Server, entfällt das alles. Es gibt keinen Auftragsverarbeiter, weil niemand sonst die Daten anfasst.
Was nicht entfällt: Sie bleiben Verantwortlicher. Zugriffsrechte, Löschfristen, das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und die Information der Beschäftigten regeln Sie weiterhin selbst — ein eigener Server nimmt Ihnen die Pflichten nicht ab, er nimmt Ihnen nur den Dritten aus der Kette.
Kaufen statt mieten
Eine Miet-Cloud kostet, solange Sie sie nutzen. Nach fünf Jahren haben Sie fünf Jahre bezahlt und besitzen nichts.
Xpert-Timer gibt es als Kauflizenz: einmal bezahlen, dauerhaft nutzen. Die Softwarepflege ist davon getrennt und freiwillig — sie bringt neue Versionen und Unterstützung. Kündigen Sie sie, läuft die gekaufte Fassung weiter, nur eben ohne Updates.
Wer lieber monatlich zahlt, bekommt dieselbe Software auch als Mietlizenz. Der Unterschied ist die Zahlweise, nicht der Ort der Daten: Auch die Mietfassung läuft auf Ihrem eigenen Rechner.
Wie Xpert-Timer das löst
Xpert-Timer ist ein Windows-Programm und wird seit 1999 entwickelt. Alle vier Fassungen laufen auf Ihren eigenen Rechnern — eine Cloud-Pflicht gibt es bei keiner.
- Xpert-Timer basic
- Projektzeiterfassung für einen Arbeitsplatz. Datenbank bringt das Setup mit, es ist nichts einzurichten.
- Xpert-Timer pro
- Für Teams im eigenen Netz: Kunden, Projekte, Aufgaben, Budgetkontrolle. Ab fünf Benutzern mit MariaDB, MS-SQL Server oder PostgreSQL.
- Xpert-Timer works
- Arbeitszeiterfassung mit Kommen und Gehen, Pausen, Überstunden und Urlaub. Auf Wunsch mit Terminal und RFID-Karte.
- Xpert-Timer web
- Der Browserzugang auf Ihrem eigenen Server. Für alle, die keinen Windows-Arbeitsplatz haben oder von unterwegs buchen sollen — ohne dass die Daten das Haus verlassen.
30 Tage ausprobieren
Die Testfassung ist vollständig und läuft auf Ihrem eigenen Rechner. Kein Konto, keine Kündigungsfrist, keine Daten bei uns.